Samstag, 25. November 2017
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EU-Beitritt Kroatiens zum 1. Juli 2013

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In wenigen Tagen ist es soweit: Zum 1. Juli 2013 ist Kroatien das 28. Mitglied der Europäischen Union. Aus touristischer Sicht ist das Land eines der Trendziele in Europa. Und auch für das Land ist dieser Zweig wesentlich, denn der Tourismus macht 15 Prozent der kroatischen Wirtschaftsleistung aus. Für Urlauber wird sich einiges ändern, manches aber zunächst gleich bleiben.

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Hier ein Überblick vom ADAC zu den offiziellen Regelungen: EU-Bürger müssen wie bisher einen Reisepass oder Personalausweis bei der Einreise nach Kroatien vorlegen, der noch mindestens für die  Dauer des Aufenthalts gültig ist. Staatsbürger von Nicht-EU-Staaten, die über eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis in Deutschland oder einem anderen Schengen-Staat verfügen, benötigen für die Einreise ihren Reisepass, aber kein Visum. 

Zunächst einmal bleibt es bei den Grenzkontrollen, denn der EU-Beitritt ist nicht gleichbedeutend mit dem Beitritt Schengener-Abkommen über den freien Personenverkehr. Daher müssen auch Flugreisende sich einer Pass- beziehungsweise Ausweiskontrolle unterziehen. Allerdings sind sie jetzt besser geschützt, wenn ein Flug wegen Überbuchung, Streik oder Naturkatastrophe verspätet stattfindet oder ganz ausfällt. Für sie gilt mit dem Beitritt die EU-Fluggastrechte-Verordnung.

Ab EU-Beitritt dürfen Lebens- und Genussmittel zum eigenen Verbrauch unbegrenzt ein- und ausgeführt werden. Bei einigen Erzeugnissen gibt es Richtmengen zur Abgrenzung zwischen privatem und gewerblichem Bedarf: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos, 200 Zigarren, 1 kg Rauchtabak, 10 Liter Spirituosen, 20 Liter andere alkoholische Getränke bis 22 Prozent Alkoholgehalt, 90 Liter Wein (davon max. 60 Liter Schaumwein) und 110 Liter Bier.Für Urlauber, die ihr Haustier mit nach Kroatien nehmen möchten, ändert sich nichts. Erforderlich ist weiterhin der EU-Heimtierausweis. 

Für Autofahrer ändert sich dagegen einiges: Von kroatischen Behörden verhängte Bußgelder können künftig auch in Deutschland vollstreckt werden. Außerdem: Die außergerichtliche Regulierung von Kfz-Unfällen in Kroatien, an denen ein dort zugelassenes Fahrzeug beteiligt ist, kann künftig auch über einen Schadenregulierungsbeauftragten nach Maßgabe der EU-Kraftfahrzeughaftpflichtrichtlinie in Deutschland erfolgen. Zudem können kroatische Versicherungen auch in Deutschland am Wohnsitz des Geschädigten verklagt werden. Die Mindestdeckungssummen werden an den EU-Standard angepasst. Fahrzeuge mit EU-Kennzeichen benötigen zur Einreise nach Kroatien kein eigenes D-Schild als Nationalitätsnachweis mehr. Auch die Mitnahme der Internationale Grünen Versicherungskarte ist nicht mehr erforderlich. Sie wird vom ADAC aber weiterhin empfohlen, da sie als Versicherungsnachweis dient (besonders wichtig bei Fahrzeugen mit Anhängern) und beispielsweise bei einem Unfall die Abwicklung erleichtert.

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Wer im Urlaub krank wird, hat als EU-Bürger jetzt auch in Kroatien Anspruch auf eine kostenlose medizinische Grundversorgung. Dennoch kann ein Auslandskrankenschutz, der bei Bedarf auch die Kosten für einen medizinischen Rücktransport nach Deutschland übernimmt, nach wie vor sinnvoll sein, denn gesetzliche Krankenversicherungen in Deutschland umfassen diese Leistungen nicht.

Schlechte Nachrichten für Bootseigner: Wer seine Yacht schon vor dem EU-Beitritt in Kroatien liegen hatte, muss diese eventuell nachversteuern und nachverzollen.


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