Freitag, 20. Oktober 2017
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RHÔNE-ALPES MAGAZIN

Lago Maggiore in frischen Farben

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Bis zur Expo 2015 will die piemontesische Provinz Verbano Cusio Ossola im Nordwesten des Lago Maggiore ihr kulturell-historisches sowie ihr natürlich-landschaftliches Erbe aufwerten. "Un Paesaggio a colori" heißt der Strategieplan des dahinter stehenden Projekts, mit dem ein Netzwerk aus Kultur- und Naturressourcen gespannt werden soll. Oberstes Ziel dabei ist die Stärkung der touristischen Anziehungskraft der Provinz VCO ( Verbano Cusio Ossola) – und die damit einhergehende Förderung der Wirtschaft. Diverse Arbeitsgemeinschaften haben bislang sechs Themen- bzw. Tätigkeitsbereiche definiert, die für das Gebiet als identitätsstiftendend gelten: Wasser, Blumen, Gestein, Kunst und Glauben, Berge sowie Geschichten, Legenden und Traditionen.

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Der Strategieplan ist mehr als nur Zukunftsmusik, denn bereits an drei Orten wurde das Projekt in die Tat umgesetzt: in den ossolanischen Gemeinden Piedimulera und Varzo sowie in Baveno direkt am Lago Maggiore. In Piedimulera handelt es sich um die bislang geleisteten Restaurierungsarbeiten an einem fünfstöckigen Wohnturm aus der Renaissance einst Statussymbol des vermögenden Piedimulesen Desiderio Ferreri. Für den norditalienischen Raum ist dieser 1597 fertiggestellte Geschlechterturm einzigartig, Besucher können einige seiner kunstvoll dekorierten Räume inzwischen wieder besichtigen.

30 Kilometer weiter nördlich in Varzo folgte im letzten Oktober eine Ausstellung anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Fabbrica Galtarossa den Prinzipien des Strategieplans. Ein halbes Jahrhundert lang war die Fabrik zur Verarbeitung von Kalziumkarbid (Leuchtstoff, der in den Grubenlampen der Bergleute Verwendung fand) einer der wichtigsten Arbeitgeber im Divedrotal. Alte Bilder, Urkunden, Gegenstände und Manufakturen wurden in Varzos Granitturm ausgestellt, um vom alltäglichen Leben der Arbeiter und vom Einfluss der Fabrik auf das gesamte Gebiet zu erzählen.

Ähnlich bedeutsam waren die Steinbrüche von Baveno. Ihr berühmter rosafarbener Granit findet sich in zahlreichen kirchlichen Bauten rund um den Lago Maggiore, ja sogar in der Fassade des Mailänder Doms. Mit dem neuen Museum GRANUM – Museo del Granito Rosa di Baveno – wird dem rosafarbenen Urgestein ein Denkmal gesetzt. Doch nicht nur ihm – auch die anderen Gesteinsarten der Provinz VCO werden hier auf ansprechende, interaktive Weise vorgestellt. Untergebracht ist GRANUM im ehemaligen Palazzo Pretorio, der sich, mittlerweile restauriert, neben Bavenos Pfarrkirche erhebt.

28 Museen, 15 herausragende Kulturereignisse und 26 Bibliotheken – das sind nur einige Zahlen des Kultursystems der Provinz VCO, das zusammengenommen etwa 130 Mio. Euro wert ist und knapp 10 Prozent der Arbeitsplätze stellt. Dieses System zu stärken und seine einzelnen Komponenten miteinander zu verbinden, ist das Ziel von Un Paesaggio a Colori.

Mehr Informationen zum Lago Maggiore gibt es im Internet


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