Samstag, 17. Februar 2018
DAS NEUE ALPENADRIA

RHÔNE-ALPES MAGAZIN

Bauboom contra Umweltschutz

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In den vergangenen Jahren änderte sich auch in den Alpen so einiges. So bemängeln Naturschützer seit einigen Jahren den starken Bauboom in den Alpen. Dieser sorge dafür, dass Regionen besiedelt werden, die eine unwiederbringliche Natur in sich tragen. Die Politik scheint kaum daran interessiert zu sein, dieser Entwicklung entgegenzutreten und weitere Gebiete für die Besiedlung zu sperren. Zu groß scheint hierbei die Triebkraft, wie sie die aktuelle wirtschaftliche Situation mit sich bringt. Durch anhaltend niedrige Zinsen haben zahlreiche Menschen die Möglichkeit, günstig an Kredite zu kommen. Auf lokaler Ebene hält zum Beispiel die SGK-Bank eines der attraktivsten Angebote bereit. Hier gibt es weitere Informationen rund um die SGK Bank. Dementsprechend wird es kaum möglich sein, weitere Bauherren von ihrem Vorhaben abzubringen.

Gleichzeitig sind es nicht nur Privatpersonen, die sich in den Alpen niederlassen und dort ihren Traum verwirklichen möchten. Während die Berge inzwischen von Liftanlagen und Skigebieten durchzogen werden, gibt es in den Städten große Hotels und andere Unterkünfte, die allein für den touristischen Bedarf ausgerichtet sind. In manchen Orten litt das traditionelle Ortsbild bereits erheblich darunter, weshalb die neuen Baumaßnahmen auf der Seite der Bevölkerung zurecht auf Widerstand stießen. Die langen Diskussionen, wie sie zuletzt rund um diese Frage entbrannten, werden mit Sicherheit nicht so schnell zu Ende sein. Schließlich gibt es noch viele Schwierigkeiten zu klären, um beide Seiten zu besänftigen und die Region der Alpen in eine gesunde Zukunft zu führen.

Abholzung sorgt für Lawinengefahr

In den vergangenen Jahren stieg die Lawinengefahr in den Alpen stark an. Experten führen dies auf ganz unterschiedliche Umstände zurück, die dabei eine Rolle spielen. Auf der einen Seite wurde zuletzt sehr viel Geld in den Ausbau der Skigebiete und Liftanlagen investiert. Auf diese Weise war es notwendig, tausende Bäume abzuholzen. Hinsichtlich der Lawinen sind diese von großer Bedeutung, denn ihre mächtigen Wurzeln halten die Schneemassen auf ihrem Weg ins Tal auf. In der Folge kann der exponentielle Effekt der Lawinenbildung sich nicht in gewohnter Form entfalten und das Unglück bleibt aus. Da immer größere Freiflächen gebildet wurden, die nicht zur Verhinderung der Problematik in der Lage sind, könnte sich dies in den kommenden Jahren zu einem erheblichen Problem für die Bevölkerung in den Alpen entwickeln.

Klaus-Uwe Gerhardt_pixelio.de

Auch klassische Lawinengitter, wie sie inzwischen in großer Zahl an den Bergen angebracht wurden, sind nicht dazu in der Lage, den Berg in gleicher Weise vor der Gefahr der Lawine zu schützen. Auf der anderen Seite trägt der Klimawandel nach der Meinung der Experten einen wichtigen Teil zur aktuellen Entwicklung bei. Einerseits sind es die Umschwünge des Wetters, die auch in den Alpen für immer häufigere Extremwetterlagen sorgen. Einerseits zeichnen sich diese durch starke Schneefälle in sehr kurzer Zeit aus. Solange sich unterhalb des Schnees keine Eisschicht bildete, die die Massen beisammen hält, steigt dadurch die Gefahr einer Lawine. Hinzu kommen immer wieder starke Wärmephasen, wie sie in den vergangenen Jahrzehnten nur sehr selten auftraten. Sie sorgen für Wassermassen, die sich nach der Schneeschmelze ins Tal stürzen. Schon im vergangenen Jahr kam es dadurch immer wieder zu heftigen Überschwemmungen, bei denen die Menschen vor Ort ihr Leben riskierten. Um weitere Vorfälle dieser Art in den kommenden Jahren zu verhindern, ist es von zentraler Bedeutung, passende Schutzmaßnahmen in die Wege zu leiten.

Gute Konjunktur

Dennoch bleiben Vorteile bestehen, die auch im Alpenraum durch den Tourismus erzielt wurden. So war es möglich, zahlreiche neue Arbeitsplätze für die Menschen vor Ort zu kreieren. Auch dies ist dafür verantwortlich, dass das Pro-Kopf-Einkommen in den vergangenen Jahren gesteigert werden konnte. Gleichzeitig steigerte sich so die Popularität vieler Orte in den Alpen. Dies wiederum war dafür verantwortlich, dass sich auch außerhalb der Tourismus-Branche neue Unternehmen ansiedelten. Statt allein die Kehrseite dieser Entwicklung zu betrachten, die tatsächlich vorhanden ist und eine ernste Schwierigkeit darstellt, sollte der Blick somit auch auf die Vorteile der neuen Entwicklung gelenkt werden. Dadurch fällt es sogleich leichter, sich mit der neuen Situation abzufinden und deren Chancen für sich zu erkennen.


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