Samstag, 25. November 2017
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Albanien wird attraktiver E-Mail

Ruinen einer griechischen Kolonie Die Albanischen Alpen in der Grenzregion zu Montenegro und dem Kosovo sind eine der letzten "unentdeckten" Gebirgsregionen in Europa. Touristen finden hier im Norden des Landes Gebiete mit Hochgebirgscharakter wie sonst nirgendwo auf dem Balkan. Mit 2.692 Metern ist der albanische Berg Jezerca die größte Erhebung. Karge Karstlandschaften bestimmen hier das Bild und laden zu ausgiebigen Wanderungen ein. Der Nationalpark Theti in Nordalbanien zieht Besucher mit unberührter Natur und  einer phantastischen Berglandschaft in den Bann. Reiche Kultur und die gastfreundschaftlichen Familien sind das Potential, aus den sich in den letzten beiden Jahren ein attraktives touristisches Bild entwickelt hat.

Im Dorf Theti bieten elf Familien in ihren traditionellen Steinhäusern Übernachtungsmöglichkeiten an. Diese sind einfach, aber mit guten Sanitäranlagen ausgestattet Unterstützt wurden sie dabei von der Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH, die durch intensive Beratung, Schulungen, Finanzierung von Ausstattungen, Identifizierung von Wander- und Trekking-Wegen und der Erstellung einer Wanderkarte und weiteren Publikationen zu dieser Region langfristig zu einer erfolgreichen touristischen Entwicklung beiträgt. Ziel ist es, in dem abgeschiedenen Dorf Arbeits- und Einkommensmöglichkeiten zu schaffen, um so die Lebensbedingungen zu verbessern. Das nur per Jeep oder zu Fuß erreichbare Dorf Theti im Norden des Landes zählte 2008 mehr als 5.000 Gäste und damit geschätzte Einnahmen von etwa 100.000 Euro, die unter anderem für die Renovierung der Häuser und Pensionen genutzt wurden.

Kajak albanienRund 1.650 verschiedene Pflanzenarten existieren in dieser Region. Auch seltene und vom Aussterben bedrohte Arten lassen sich hier entdecken. Das größte Gewässer im Park ist der Theti-Fluss, der aus mehreren Quellen und Bächen gespeist wird.

Berühmt ist vor allem die Schlucht mit dem Canyon von Grunas, deren 40 Meter hohen Wände sich bis auf eine Breite von nur einem Meter verengen. Von einem hölzernen Steg aus offenbart sich der Blick in die Schlucht. Ausgangspunkt für Wanderungen in den Naturpark ist die Stadt Shkodra, das regionale Zentrum des Nordens. Outdoor-Aktivitäten sind in dieser Gegend besonders gefragt: Ob Kajak fahren oder Gleitschirmfliegen, hier lädt die unberührte Natur zu einer Entdeckungsreise ein.

Im Jahre 2008 reisten fast 2,5 Millionen Gäste nach Albanien, darunter 1,24 Millionen Ausländer. Im Vergleich zu 2007 bedeutet dies einen Anstieg von 21 Prozent. Weitere 1,15 Millionen Gäste waren im Ausland lebende Albaner, die ihre Heimat besuchten. Etwa 1,2 Millionen Gäste reisten über den Flughafen Tirana ein, was einen Anstieg von 14,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutete.

Derzeit verbinden 13 Airlines die Hauptstadt Albaniens mit 32 europäischen Airports. Auch die Zahl der Kreuzfahrtschiffe, die an der albanischen Küste anlegten, hat sich vermehrt. Die Steigerung der Touristenzahlen ist unter anderem auf Investitionen in das reiche kulturelle Erbe zurück zu führen: Die Besucherzahl der UNESCO-Welterbstätten Butrint und Girokastra ist im letzten Jahr ebenfalls gewachsen.

Die albanische Regierung treibt die touristische Entwicklung des Landes, den Natur-, Kultur- und Badetourismus sowie die Infrastruktur voran und wird auch in Zukunft durch verschiedene Organisationen unterstützt. So stellte die Regierung 20 Millionen Euro für den Bau eines neuen Terminals am Flughafen Mutter Teresa in Tirana zur Verfügung.

Blick auf Berge und Meer in AlbanienNach Abschluss des Projekts können hier zukünftig 1,5 Millionen Passagiere abgefertigt werden. Der Ausbau der privaten Unterkünfte soll ebenfalls weiter gefördert, die Standards gesichert und das Wissen zur langfristig erfolgreichen Führung eines touristischen Betriebs vermittelt werden.

Weitere Einnahmequellen wie zum Beispiel die Direktvermarktung von lokalen Spezialitäten und landwirtschaftlichen Produkten, das Angebot von Reit- oder Campingmöglichkeiten, für die Nordalbanien perfekte Kulissen bietet, werden ebenfalls weiterentwickelt.

Das Interesse ausländischer Investoren für die Tourismuswirtschaft Albaniens ist 2008 gestiegen, ebenso die Präsenz Albaniens in den internationalen Medien. Aus diesem Grund setzt das Balkanland zukünftig einen Schwerpunkt auf die touristische Information und Vermarktung. Albanien wird bereits vermehrt von ausländischen Reiseveranstaltern angeboten. Zudem hat kürzlich der erste Tourist Information Point am Flughafen Tirana eröffnet. Hier können sich Gäste Albaniens ab sofort über die Highlights des Landes informieren und Tipps für ihre Reise bekommen.

Das kulturelle Erbe und die Historie des Landes sind weitere wichtige Faktoren für die touristische Entwicklung Albaniens. Zusammen mit der Regierung von Spanien und den Vereinten Nationen implementierte die albanische Regierung das Programm "One UN". Hierbei soll das kulturelle Potential des Balkanstaates positiv genutzt und einzelne Kulturinstitutionen des Landes gefördert werden.

Ein Budget von 3,2 Millionen US Dollar steht für dieses Projekt zur Verfügung. Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) engagiert sich die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH ebenfalls um ein positives Bild des Balkans. Mit einem neuen Webportal "Schätze des Balkans" stärkt die GTZ das Bewusstsein für diese Destination, zeigt die Attraktivität der Region und liefert interessante Informationen. Dabei arbeitet die GTZ eng mit den Nationalen Tourismus Organisationen zusammen.


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