Samstag, 25. November 2017
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100 Jahre Skifahren in Kühtai E-Mail

Kühtai Panorama Am 29. März feiert Österreichs höchst gelegenes Feriendorf sein 100-jähriges Bestehen als Skiort. Beim Festtags-Programm erleben Kühtais Gäste eine Zeitreise ins 19. Jahrhundert: Beim Nostalgierennen geht es auf der Piste modisch zu wie zu Uromas Zeiten - Tiroler kleiden sich wie ihre Urgroßeltern, statt moderner Ski dienen Fassdauben als schneebefahrbarer Untersatz. Auch Prominenz darf nicht fehlen: Anni Friesinger, Eislaufikone und Kühtai-Botschafterin, stattet dem Ferienort zu dem besonderen Anlass einen Besuch ab und prämiert den Gewinner des urigen Rennens.

Kühtai wird bereits um 1280 im Urbar (Grundsteuerbuch) der Grafen von Tirol als "Chutay" erstmals erwähnt. Kaiser Maximilian I. erwarb hier 1497 das Jagdrecht. Im Jahr 1622 begann man mit dem Bau eines fürstlichen Jagdsitzes,  um diesen besser erreichen zu können, wurde 1624 ein Fahrweg durch das Sellraintal geschaffen. Das heutige "Hotel Jagdschloss Kühtai" zeigt noch im Wesentlichen die Form, in der es im Auftrage des Erzherzogs Leopold durch den "Jakob Stöckhl, Pflegsverwalter als gewöster pawmeister" (Inschrift am Grundbalken des Dachgiebels), errichtet wurde.

1888 durchquerte der Polarforscher Fridtjof Nansen Grönland auf Skiern. Sein wenig später veröffentlichter Reisebericht löste in Österreich, Deutschland und der Schweiz einen ersten Ski-Boom aus. Doch erst das 1897 vom österreichischen Skipionier Mathias Zdarsky verfasste Buch "Die Lilienfelder Skilauf - Technik" gab der Entwicklung des alpinen Skisports die entscheidenden Impulse. Mit der darin beschriebenen Technik war es erstmals möglich, steilste Hänge in Schlangenlinie hinabzufahren.

Es war um das Jahr 1905, als sich deutsche, schweizerische und österreichische Skiclubs unter dem Dachverband des Mitteleuropäischen Skiverbandes zusammenfanden und auch staatliche Stellen in Österreich-Ungarn sich zunehmend für den Wintersport interessierten. Und schon kurze Zeit später, im Jahr 1909, wurde das Kühtai als Skigebiet entdeckt und erschlossen.

Kühtai AufstiegDas damals zuständige Arbeits- und Ackerbauministerium stellte schließlich finanzielle Zuschüsse für den Ausbau der Wintersportorte in Aussicht. Als sachverständiger Berater wurde der Skipionier Willy R. Rickmers berufen. Der Besitzer einer Reederei in Hamburg bereiste in Begleitung des Grafen von Meran die Länder Tirol und Voralberg.

Kühtai inspizierte er im April 1909 und war begeistert. Stolz berichtete damals die Tiroler Landzeitung, dass ein neues Skigebiet erschlossen und bewirtschaftet werden könnte, das sich selbstbewusst neben Schweizer Plätzen behaupten könne.

Heute lockt der nur 30 km von Innsbruck entfernte Wintersportort in 2020 Metern Höhe von Dezember bis Anfang Mai mit über 40 präparierten Pistenkilometern und modernsten Liftanlagen Skifahrer, Snowboarder und Schneebegeisterte nach Tirol. Innsbruck ist Landeshauptstadt des österreichischen Bundeslandes Tirol und liegt am Fuße von Patscherkofel (2.247 m) und der Nordkette (2.334 m), rund um Innsbruck laden 25 Feriendörfer Gäste zum winterurlauben ein.

Mehr Informationen über Kühtai und das Programm der 100-Jahresfeier gibt es auf www.schneegarantie.at, ausführliche Informationen über Innsbruck hält die Homepage www.innsbruck.info bereit.


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